SW- Entwickler
Platinen- Entwickler
Geometrie- Entwickler
Unternehmens- führung / Management
Entwickler Nachbar- bauteil
Zulieferer
Kabelbaum
Prototypen- bau
Bordnetz
Montage- planung
Produktions- kosten- planung
Einkauf
Zertifizierung
Werkstatt- mitarbeiter/ Kundendienst
System / Funktions- verantwortlicher
E/E-Architekt
Testmanager
Vernetzung
Kompatibilitäts- planung
Logistikplanung
Elektromagnetische Verträglichkeit
Packaging
Kunde
Weitere Daten- verwender

„Wer benötigt die Daten?“

Es gibt eine Vielzahl von „Datenverwendern“, die je nach Entwicklungsphase bestimmte Daten des mechatronischen Bauteils für ihre jeweilige Tätigkeit benötigen.
Diese werden dann im Gesamtkontext des Produktes bewertet und das Ergebnis wird an die Mechatronikentwickler zurückgespielt.

Unternehmensführung/ Management:

Auf Basis von Management -und Fortschritts-Reports, die sich aus den jeweiligen Datenabfragen ableiten lassen, erhält die Unternehmensführung einen strukturierten Einblick in den Status Quo des Produktentsehungsprozesses und einen steten Abgleich von Soll/Ist-Zusammenhängen (terminlich/fachlich/ betriebswirtschaftlich).

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Entwickler Nachbarbauteil:

Verantwortet die Entwicklung und Spezifikation eines Nachbar-Bauteils, das mit dem im Fokus stehenden, mechatronischen Bauteil einwandfrei interagieren muss. Daher stehen hier alle Schnittstellen zum Nachbarbauteil im Vordergrund: Geometrie, Signalaustausch, gemeinsame Funktionsrealisierung, etc.

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Zulieferer:

Verantwortet u.a. die termingerechte Herstellung und Zulieferung der mechatronischen Bauteile mit den vereinbarten Hardware- und Software-Ständen, sowie die frühzeitige Rückmeldung potentieller Konflikte.
Als Basis dafür sind standartisierte und strukturierte Vorgaben vom Bauteilentwickler unerlässlich.

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Kabelbaum:

Definiert und dimensioniert u.a. den Leitungssatz/Kabelbaum im Gesamtprodukt. Durch die gesamtproduktbezogene Dokumentation und Bereitstellung von Daten hat er eine verlässliche Basis für die Konfiguration und Auslegung des Kabelbaums.

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Prototypenbau:

Verantwortet in verschiedenen Projektphasen die Erstellung und Baubarkeit von Protoypen.
Benötigt zu diesem Zweck gesamtproduktbezogene Dokumentationsstände.

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Bordnetz:

Legt u.a. Größe von Generator und Batterie fest. Überwacht Betriebs- und Ruheströme im Gesamtprodukt.
Benötigt entsprechende Informationen zu den elektrischen Verbrauchern im Gesamtprodukt.

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Montageplanung:

Überprüft die konfliktfreie Einbaubarkeit des mechatronischen Bauteils in das Gesamtprodukt in der Produktion und im AfterSales.
Eine hohe und verbindliche Dokumentionsqualität sind dafür essenziell.

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Produktionskostenplanung:

Leitet u.a. aus den produktionsrelevanten Informationen der Bauteile (unter Berücksichtigung der Herstellungstiefe) die Produktionskosten ab.
Benötigt zu diesem Zweck Dokumentationsstände und Informationen im Kontext der Gesamtproduktkonfiguration.

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Einkauf:

Verantwortet u.a. die Beschaffung der freigegebenen Bauteile des Produkts.
Die dokumentierten, beschaffungsrelevanten Metadaten der Bauteile dienen dabei als Grundlage für die anschließenden Beschaffungsprozesse.

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Zertifizierung:

Verifiziert u.a. die Einhaltung gültiger Normen und Gesetzmäßigkeiten und führt - sofern notwendig - weitere Zertifizierungen durch.
Auf Basis der jeweiligen Bauteilinformationen (Ist/Soll) kann eine entsprechende Aussage getroffen werden.

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Werkstattmitarbeiter / Kundendienst:

Verantwortet u.a. die Wartung und die Reparatur des Produktes im Schadensfall und muss sicherstellen, dass nur mechatronische Ersatzteile in das Kundenprodukt eingebaut bzw. Software geflasht werden, welche auch für die jeweilige Produktkonfiguration des Kunden freigegeben ist.
Dies ist insbesondere dann von großer Relevanz, wenn ein Produkt über einen mehrjährigen Serienreife-Zyklus verfügt und dabei laufend weiterentwickelt wird.

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System-/Funktions­verantwortlicher:

Verantwortet u.a. die Funktionalität eines Systems im Gesamtprodukt (Bsp. Geschwindigkeits- und Abstandsregelungssystem). Auch eingebunden im Rahmen der Prozesse zur ISO26262-Umsetzung. Begutachtet und beurteilt die dokumentierten Informationen (Attribute) zu den Systemen und einzelnen Funktionen.

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E/E-Architekt:

Definiert u.a. die grundsätzliche Bus-Topographie (welche Bus-Systeme, welche Vernetzungsstrukturen, etc.) zu einem frühen Zeitpunkt des Produktentstehungsprozesses (PEP). Benötigt zu diesem Zweck initiale Dokumentationsstände und Basisausprägungen aller mechatronischen Bauteile des Gesamtprodukts.

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Testmanager:

Verantwortet u.a. die Organisation und den In-Time Ablauf der Bauteilprüfungen (je nach Bauteiltyp funktional wie auch mechanisch), und erbringt somit einen signifikanten Beitrag zur Qualitätssicherung.
Die Testqualität hängt dabei maßgeblich von der Qualität der bereitgestellten Produktdokumentation ab.

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Vernetzung:

Überwacht u.a. die Kommunikation des mechatronischen Bauteils mit anderen mechatronischen, E/E-geprägten Bauteilen im Gesamtprodukt (Kommunikationsmatrix)

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Kompatibilitätsplanung:

1) Stellt im Rahmen der Produktion sicher, dass die richtige Software auf das richtige mechatronische Bauteil geflasht wird.

2) Stellt im After-Sales-Management sicher, dass ein Bestandteil eines mechatronischen Bauteils in diesem Bauteil durch eine neue Version dieses Bestandteils ersetzt werden kann (Bsp. Flashen einer aktuellen Software auf ein „altes“, bereits im Gesamtprodukt verbautes Steuergerät).

3) Stellt in Produktion und im After-Sales-Management sicher, dass eine Version eines mechatronischen Bauteils nur mit genau der Version eines anderen mechatronischen Bauteils verbaut wird (sog. atomare Abhängigkeiten). Es können auch mehrere mechatronische Bauteile betroffen sein (Gruppenabhängigkeiten, z.B. im Telematikbereich)

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Logistikplanung:

Benötigt die logistisch relevanten Metadaten bzw. Bestellbegriffe (Teile-Nr., Version, etc.) je mechatronischem Bauteil und Bereitstellung für anschließende Validierung im Gesamtproduktkontext.

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Elektromagnetische Verträglichkeit:

Überwacht u.a. die störungsfreie Betriebssicherheit des Gesamtproduktes hinsichtlich Elektromagnetismus.

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Bauraummanagement (Packaging):

Überwacht u.a. den Bauraum jedes Bauteils im Kontext des Gesamtproduktes (und sofern vorhanden, zusätzlich unter Berücksichtigung einer hohen Variantenvielfalt).

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Kunde:

Der Kunde hat die Möglichkeit, auf Metadaten- und Produktbeschreibungsebene Einblick in die Funktionsweise des von ihm erworbenen Produkts zu erhalten, um es so letzlich die Vorteile des Produktes besser zu verstehen ... und es schließlich zu kaufen

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Und weitere, hier nicht weiter aufgeführte unternehmensspezifische Datenverwender

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PDM/PLM-relevante Daten müssen im gesamten Produktlifecycle dokumentiert werden. Dabei verändern sich Entwicklungsphasen-spezifisch die Granularität und die Inhalte der Informationen. Hier ist beispielhaft eine Entwicklungsphase gewählt worden.

Das mechatronische Bauteil ist zudem gleichzeitig in verschiedenen Produkten/-varianten verbaut, die sich tlw. in verschiedenen Lifecyclephasen befinden und daher zum gleichen Zeitpunkt unterschiedliche Ansprüche an die PDM/PLM-Bedatung haben.

Die Entwickler müssen im Rahmen der Entwicklungsarbeit den „Datenverwendern“ die jeweiligen Informationen Lifecyclephasen-spezifisch zur Verfügung stellen.

Der komplexe Informationsaustausch mit den Datenkunden wird tlw. über verschiedene PDM/PLM-Prozesse bewerkstelligt, über die die Informationen dokumentiert, „eingesammelt“, bewertet und zurückgespielt werden.

  • Anforderungsmanagementprozess
  • Änderungsmanagementprozess
  • Freigabeprozess
  • Informelle Absprachen (mündlich, Excel, Email, etc.)
  • Systems Engineering, etc

Jeder „Datenverwender“ fordert die für ihn relevanten Informationen vom Entwickler an, bewertet diese nach spezifischen Kriterien und informiert den Entwickler über das Bewertungsergebnis.

Die jeweiligen Datenkunden benötigen Lifecyclephasen-spezifische Informationen über das mechatronische Bauteil. D.h. je nach Lifecyclephase kann es sein, dass keine Daten benötigt werden, nur wenige Attribute mit Schätzwerten oder eine vollständige Bedatung mit abgesicherten Informationen.

Dabei existieren tlw. Abhängigkeiten zwischen den Bewertungen durch die verschiedenen Datenverwender. Z.B. kann der Packagingplaner erst dann das Packaging final prüfen, wenn der Kabelbaum feststeht. Der Kabelbaum steht erst dann fest, wenn die detaillierte Vernetzung aller relevanten mechatronischen Bauteile beschrieben wurde, etc.

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