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Branche: Automobilhersteller

Dauer/Zeitraum: seit 2017 (> 3 Jahre)

Projektziel: Realisierung eines “Digitalen Zwillings” (“Digital Twin”), also eines digitalen Abbilds jedes einzelnen Produktes im gesamten Lebenszyklus. Jede vom Kunden konfigurierbare Variante kann vollständig durch den “Digital Twin” abgebildet werden. Mit der Bestellung des Kunden ist der “Digital Twin” personalisiert. Dieser kundenspezifische “Digital Twin” wird mit Informationen aus dem gesamten Lifecycle angereichert: von der Entwicklung über die Anlauffabrik, die Produktion bis hin zum AfterSales. Damit wird u.a. auch die Basis für zukünftige Produktaktualisierungen beim Kunden (z.B. Flashen-over-the-air) gelegt.

Aufgabenbereich: Definition des schnellsten Software-Freigabe-, Änderung- und Bemusterungsprozesses

  • Die Software eines Fahrzeugs unterliegt einer wesentlich höheren Änderungshäufigkeit, als z.B. geometrische Bauteile oder Platinen. Die existierenden PDM-Prozesse für Freigabe- und Änderungsmanagement basieren auf der “alten” Geometriewelt. So beinhaltet z.B. der Produkt-Freigabeworkflow Freigabestationen, wie Packaging und Zeichnungsprüfung, die keine Elektrik/Elektronik (EE)-Relevanz haben.
  • Die heutigen Prozesse sind auf die notwendige Anforderungen im Kontext der EE nicht optimiert und tlw. ineffizient: so werden z.B. “Sonderprozesse” für die SW-Freigabe angewendet, da die bisherigen, “geometrie”-lastigen Freigabeprozesse nicht die heutigen Anforderungen der EE an Flexibilität, Durchlaufzeit und Freigabehäufigkeit erfüllen. Werden diese “Sonderprozesse” nicht nachhaltig dokumentiert, könnte dies zu höherem Aufwand in den nachfolgenden Bereichen Produktion und AfterSales führen.
  • Ziel ist die Erstellung eines detaillierten, IT-System-übergreifenden Konzeptes zur weiterführenden Verschlankung und Abstimmung der Freigabe-, Änderungs- und Bemusterungsprozesse für E/E-bezogene Hardware, Elektrik/Elektronik, reiner Software und Codier-/Diagnosedaten.

Aufgabenbereich: Eindeutige Steuerung von E/E-Sachverhalten über den gesamten Fahrzeug-Lifecycle

  • Die zusammengehörige Verbauung von Steuergeräten, inkl. deren “Bestandteilen”: Software, Codier- und Diagnosedaten sowie Hardware (Platine), wird aktuell durch verschiedene methodische Mechanismen und IT-Systeme – abhängig vom Fahrzeuglebenszyklus – abgebildet. Diese Mechanismen bilden in Summe eine ineffiziente, überbestimmte Steuerung und stehen zudem teilweise im Konflikt miteinander. Das kann zu potenziellen Fehlern in der Verbauung von EE-Komponenten innerhalb eines Fahrzeugs führen, die nur durch hohen Kostenaufwand behoben werden können.
  • Ziel des Arbeitspaketes ist es, ein Konzept zu erstellen, das die Steuerung einer zeitlich und fachlich korrekten Verbauung von E/E-Sachverhalten beinhaltet. Dazu zählen neben den Steuergeräten und den o.g. Bestandteilen, auch SW-SW- und SW-HW-Zusammengehörigkeiten und Abhängigkeiten jeder Art.